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Funkuhr ArtikelBuch-Tipp: ABC der Elektro-Installation 12. Auflage 2003 - Neu!!! Dieses in der richtigerweise 12. Auflage 2003 erschienene Buch ist sehr aktuell - Normungsstand 30. 06.
Eine Funkuhr ist eine Uhr (meistens eine Quarzuhr), deren Gangfehler regelmäßig durch Abgleich mit einem per Funk ausgestrahlten Zeitsignal (in Mitteleuropa DCF77, außerhalb Mitteleuropas sind andere Zeitzeichensender empfangbar) kompensiert wird.
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig begann 1977 damit, Cäsiumuhren-Zeitsignale (einschließlich Kalenderangaben) über den Sender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main (N 50° 00', E 9° 00') auf Langwelle 77,5 kHz abzustrahlen. Großuhren mit einem entsprechenden Empfangsteil konnten sich von dort an selbsttätig auf Cäsiumgenauigkeit einstellen. Ähnliche Zeitsignalsender gab es auch bereits in der Schweiz, in England, Japan und den Vereinigte Staaten Amerika.
Funkuhren sind als Wanduhren, Wecker und Armbanduhren verbreitet. Ein Vorreiter der Funkuhrtechnik als Armbanduhr ist das deutsche Unternehmen Junghans. Hersteller von industriellen Funkuhren bzw. Synchronisationssoftware sind z.B. Funkuhr Meinberg (http://www.meinberg.de), hopf elektronik GmbH (http://www.hopf.com) oder Linum Software GmbH (http://www.linum.com).
Bei Armbanduhren hatte man anfänglich Antennen aus amorphen Bändern in dem Inneren der Lederarmbänder integriert. Später wurden diese durch Miniatur-Ferritstab-Antennen in dem Uhrengehäuse ersetzt. Hierzu wurden die Uhrengehäuse von Metallwerkstoffen auf Kunststoff bzw. Keramik umgestellt.
Man könnte auch sagen eine Funkuhr ist eine Uhr, die sich "von alleine" stellt.
Innerer Aufbau eines Funkweckers:
Innenansicht eines Funkuhr-Weckers mit Antenne
Die zu dem Signalempfang bei Funkuhr-Weckern benutzte Ferritstabantenne ist in dem Bild gut zu erkennen (eingeklebt in der grünen Rückwand). Auf dem Ferritstab befindet sich links die Wicklung sowie direkt angelötet der Kondensator (rot) zur Schwingkreisabstimmung auf die Sendefrequenz. Die Antenne ist etwa so groß wie eine Batterie der Größe "Mignon" (Vergleiche Batteriefach in dem Bild).
Auf der Hauptplatine des Weckers sind zwei integrierte Schaltkreise (IC`s). Ein Uhren-IC sorgt für die Funktionen des Weckers, das zweite "Funk"-IC wird mit dem Funksignal der Antenne versorgt, und gibt die empfangenen Daten wie: Sekunde, Minute, Stunde, Datum, usw. an den Uhren-IC weiter. In dem grauen Gehäuse oben rechts erkennt man den kleinen runden Signalgeber für den Weckalarm. Die runden gelben Flecken auf der grünlichen Hauptplatine sind die Kontaktflächen der Bedientasten von vorne.
Obwohl das Zeitzeichensignal jede Minute gesendet wird, wird es aus Stromspargründen ca. ab- und zu empfangen
und zu dem Nachstellen der internen Quarzuhr benutzt.
Bei Uhren, die mit größeren Batterien (R6 oder R14) betrieben werden, ist ein Empfang jede volle Stunde üblich, bei Armbanduhren mit Miniaturbatterien (Knopfzellen) ist meist ein Empfang pro Tag üblich, meist um 4:00 Uhr morgens. Testen kann man das durch Aufbau eines Miniatursenders, der DCF77-Signale erzeugt.
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